TEXTTONKOMBINAT

Liebe Leserinnen und Leser,

heute wurde mein Gedicht “Die Schweiz im Nacken (Love is not Pop)” auf dem wohl größten Berliner Indie-Musikblog kultmucke.de in der Rubrik Texttonkombinat veröffentlicht.
Ich rate ja nicht oft zum Fremdgehen, aber in diesem Fall schon. In der selben Rubrik wurden auch einige meiner Lieblings-Kollegen und Lyrikvorbilder veröffentlicht.
Einfach mal durchklicken, durchlesen, reinhören, schön finden. Viel Spass!

http://www.kultmucke.de/die-schweiz-im-nacken-love-is-not-pop/

Wenn sich selbst Vögel an den Reisekatalogkodex halten

…und zur Abwechslung mal wieder eine Kolumne von mir aus dem Bieler Tagblatt:

Der Unterschied zwischen Biel und Luzern besteht für mich vor allem darin, dass ich in Biel nicht ständig das Bedürfnis habe, meinen Müll fallen zu lassen oder aufs Trottoir zu spucken.
Zu meiner Erklärung: Als ich vor einigen Tagen erstmals nach Luzern gefahren bin, war ich wirklich überrascht: Die Stadt sieht tatsächlich so aus, wie sie mir schon oft beschrieben worden war. Das hatte ich bisher noch nie erlebt. Für gewöhnlich haben Reiseberichte nämlich den Charakter eines digitalen Fotoalbums: Von den 29 576 geschossenen Fotos schaffen es am Ende nur die zehn bis fünfzehn besten Bilder in die engere Auswahl. Und diese Bilder werden vorher noch so gründlich durch Fotoshop gejagt – da wird gepimpt, gedreht und farbverändert – dass sich selbst der Gereiste beim Betrachten seiner Fotos eingestehen muss, in so einer Stadt noch nie in seinem Leben gewesen zu sein. Nicht so die Reiseberichte aus Luzern. Schon als ich die Bahnhofshalle verlassen hatte und einige Meter Richtung Innenstadt spaziert war, beschlich mich die Vermutung, in einem dreidimensionalen Hochglanzreisekatalog zu stehen. Der Vierwaldstättersee glitzerte im Sonnenschein, darauf ein paar weisse Segelboote, die majestätisch durch die Wellen schipperten; im Hintergrund die perfekt sanierten Häuser der Altstadt. Es erschien mir nur konsequent, dass noch weiter hinten eine Reihe schneebedeckter Alpen das Bild abrundete. Selbst der Asphalt war so blitzblank, dass in mir das Bedürfnis aufstieg, mit der Zunge darüber zu fahren. Mir wurde übel. So viel Kitsch war nur schwer zu ertragen. Beim besten Willen konnte ich mir nicht vorstellen, dass hier wirklich Menschen leben sollten, die einem normalen Alltag nachgehen.
Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, den Tag lang durch die Stadt zu schlendern, einen Kaffee zu trinken und die Vorzüge meines GAs bei einer Dampferfahrt auszukosten. Doch schnell merkte ich, dass daraus nichts werden konnte, so ich mich nicht endgültig von diesem Hochglanzreisekatalog-Feeling einlullen lassen wollte. Ein Plan B musste her, und zwar schnell. Ich beschloss, die Stadt nach Merkmalen abzusuchen, die auf ein real existierendes Alltagsleben hinweisen würden: übervolle Mülltonnen oder ein ausgespuckter Kaugummi, der auf dem Trottoir festgetreten worden war. Irgendein kleines Detail musste es doch geben, welches die kitschige Idylle zumindest teilweise zu unterbrechen wusste.
Nach einem mehrstündigen Spaziergang musste ich mir schliesslich eingestehen, dass es in Luzern nichts dergleichen gab. Selbst die Vögel schienen sich an den Reisekatalogkodex zu halten – kein einziger noch so kleiner Taubendreck fand sich auf dem Asphalt. Verzweifelt kramte ich in meinem Rucksack nach einem alten Taschentuch, welches ich ganz unauffällig hätte auf das Trottoir fallen lassen können – ich wurde nicht fündig: Sogar mein Rucksack hatte sich angepasst.
Am Abend nahm ich resigniert den Zug zurück nach Biel. Ich begutachtete die 29 576 Fotos auf meiner Digitalkamera, die ich während des Tages geschossen hatte, und befand, dass keines davon einer Bearbeitung in Fotoshop bedurfte.
In Biel traf mein erster Blick einen Teenager, der auf einer Bank sass, eine Zigarette in der Hand. Aus den Tiefen seines Rachens beförderte er einen Schleimklumpen nach dem anderen, die er allesamt in rhythmischen Abständen auf den Boden spuckte. Schliesslich schnipste er die Überreste seiner Zigarette in seine soeben entstandene Spuckepfütze.
Ich zückte meine Kamera und drückte ab.
Als ich zuhause vor meinem Computer sass, jagte ich zehn bis fünfzehn der über den Tag entstandenen Bilder doch noch mal durch Fotoshop. Mit ein bisschen Montagegeschick liess sich Luzern zumindest im Nachhinein in eine real existierende Stadt verwandeln und ich schaffte es, meinem digitalen Reisebericht Glauben zu schenken.
Den Teenager am Bahnhof Biel habe ich übrigens noch gefragt, ob er sich auch vorstellen könne, dauerhaft in Luzern wohnhaft zu werden…

155 Kurze aus der Poetry Slam Szene

Liebe Leserinnen und Leser,

es tut mir aufrichtig leid, Sie enttäuschen zu müssen:
Es geht hier nicht um Alkohol.
Zumindest nicht primär.
Denn bei den 155 Kurzen handelt es sich um  – Überraschung – 155 Kurztexte aus der Poetry Slam Szene, die in einer Anthologie zusammengefasst wurden.
Zusammengestellt wurde diese Anthologie von Wolf Hogekamp und Björn Högsdal und sie ist erschienen im Lektora Verlag.
Die 155 Kurzen sind ein kompaktes Zeugnis des konzentrieten Ideenreichtums und der Vielseitigkeit, die sich in der Slamszene finden lassen.
Neben großartigen Poeten und Poetinnen wie z.B. Andy Strauß, Bas Böttcher, Florian Cieslik, Frank Klötgen, Gauner, Julian Heun, Nora Gomringer, Patrick Salmen, Paula Peh und Pauline Füg habe auch ich die Ehre und Freude in dieser wunderbaren Anthologie veröffentlicht worden zu sein.
Es geht um Frühling und Sommer. Um Lichterketten und Höllenhunde. Um Kreuze mit Reimen, um Kreuzreime. Es geht um Oropax und Automaten. Um Kaffee und Zigaretten.
Es geht um Lebenslauflücken, um Tschackeline und um Berlin. Um Kampfmittelräumdienste und um Trendgetränke. Um Zukunft und ums Fernsehen.
Jeder Text passt in maximale 90 Sekunden Lesezeit und das gesamte Buch in jede Handtasche. Es ist ein sehr guter Begleiter für Kurzstreckenfahrten und Klobesuche und für die 10 Minuten vor dem Einschlafen in denen man “nur noch schnell was lesen” möchte.
Und, nun ja. Wenn man sich die 155 lyrischen und prosaischen Kurzen hinter die Binde geschüttet hat, kann der Kopf schon mal rauschen und ein Gefühl der Trunkenheit dürfte sich einstellen.

Kaufen können Sie die 155 Kuzen hier.
Und, weil ich gleich zwei von diesen tollen Büchern zugeschickt bekommen habe, aber nur eins brauche, können Sie das andere bei mir gewinnen.
Wie das geht?
Nun ja. Sie könnten natürlich freudig auf und ab springen und dabei laut “Ich will es unbedingt haben” rufen. Das hätte den Nachteil, dass ich es nicht mitbekommen würde, so Sie denn nicht in meiner unmittelbaren Nähe springen und rufen. Also empfiehlt sich Option zwei: Sie schreiben mir eine Nachricht oder einen Kommentar unter diesen Post, in dem Sie mir glaubwürdig beschreiben, wie doll und hoch und laut Sie gesprungen sind und gerufen haben.
Ich wähle dann die schönste Beschreibung aus und schicke dem Gewinner seine wohl verdiente Anthologie. Für lau.

Nun wünsche ich eine gute Lektüre. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass diese an einem See in der Sonne mit einem Glas Traubensaft in der Hand besonders viel Spass machen kann.
Allerdings gilt wie immer bei Slam Poetry – sie wäre nichts ohne die Slammer und Slammerinnen, die ihren Texten eine Stimme und Performance geben.
Also informieren Sie sich außerdem über den nächsten Slam, der in Ihrer Nähe stattfindet und gehen Sie hin. Unbedingt.

Bäume schmecken

Wenn ich im Bieler Tagblatt über meine Verwirrungen mit der schweizerdeutschen Sprache schreibe, dann klingt das ungefähr so:

Wie so viele Menschen in Biel habe auch ich ausreichend Freizeit, um wochentags gemütlich an der Schüss entlang zu spazieren. Der schwarze Schwan paddelt unter der Brücke mit den fröhlichen Kanarienvögeln hindurch und wird von einem pummeligen Mann im besten Alter mit trockenen Osterchüechli beworfen. Auf einer  Bank sitzt ein Liebespaar und lässt sich die noch winterlich weissen Wangen von der Sonne bescheinen, daneben zerschmilzt ein immer noch nicht gefundenes Schokoladenei im Gras. Die Bäume blühen und grünen wie sie sollten, in ihrem Schatten dreht sich ein Mädchen im Kreis; sein blaues Kleidchen flattert durch die Lüfte. Der Frühling, er ist nicht aufzuhalten.

Und wie ich so vorbei an Liebespaar, Mann und Mädchen durch die neu angebrochene Jahreszeit schlendere, sehe ich auf einmal meinen Mitbewohner Cyril in einiger Entfernung auf der Allee stehen. Die Arme ausgebreitet hüpft er auf und ab und als er mich sieht, ruft er mir entgegen: „Oh, merkst du denn gar nicht, wie wundervoll die Bäume hier schmecken?“

Die Frage verwirrt mich. Nein, denke ich, das hatte ich bis jetzt tatsächlich noch nicht bemerkt. Um ehrlich zu sein, habe ich in meinem ganzen Leben noch nie einen Gedanken daran verschwendet, ob Bäume überhaupt schmecken. Und wenn sie das tun sollten – dann wonach? Aber seit ich mit Cyril zusammen wohne, erweitert sich mein Erfahrungshorizont sowieso ständig. Erst neulich stand er am Putztag mit einem Wischeimer in unserer Küche und kippte das lauwarme Wasser über die Fliesen. Dann band er sich zwei Lappen unter die Turnschuhe und begann, zwischen Herd und Kühlschrank hin und her zu schliddern. Als ich ihn fragte, was er da täte, antwortete er: „Den Boden feucht aufnehmen, wonach schaut es denn aus?“

Scheint ein unterhaltsames schweizer Reinigungsritual zu sein, dachte ich und dass das deutsche „Bodenwischen“ mit einem herkömmlichen Wischmop damit absolut nicht mithalten könne. Seither nehme auch ich den Boden lieber feucht auf als ihn schlicht nur zu wischen. Warum also nicht auch einfach mal probieren, wie Bäume schmecken? Immerhin würde das bedeuten, den Frühling voll und ganz auszukosten! Vielleicht schmecken die Bäume ja wirklich so gut wie sie riechen, überlege ich mir.

Also schaue ich mich nach allen Seiten um und als ich mich einigermaßen unbeobachtet fühle, strecke ich unerschrocken zielstrebig den Arm nach einem Baum zu meiner Linken aus. Ein Zweig, der sich durch die ungewohnte Last praller Blüten nach unten gebogen hatte, hängt nun direkt vor meinem Gesicht; und ohne noch einmal darüber nachzudenken, ergreife ich ihn. Ich fahre mit der Zunge zuerst über die raue Rinde, Zentimeter für Zentimeter und schließlich über eine der zarten, mandelweissen Blüten, schließe die Augen und…spucke aus.

„Schmeckt so wie es aussieht. Nach Baum“, sage ich enttäuscht zu Cyril, der mittlerweile neben mir steht, „war diesmal kein wahnsinnig bereicherndes Erlebnis.“ Cyril schüttelt verwundert den Kopf. „Du sollst ja auch schmecken und nicht schlecken“, sagte er, „mit der Nase! Nicht mit der Zunge!“ Dabei wischt er sich mit dem Zeigefinger gleich zweimal über beide Nasenlöcher, so als hätte er gerade eine dicke Line Blütenstaub geschnüffelt.

Nicht nur um ihre kreativen Verhaltensmodelle sondern auch um ihre Gene beneide ich die Schweizer manchmal: Die können sogar mit der Nase schmecken.

Eiertütsche zur 11. Dichterschlacht im Gaskessel zu Biel

Am Ostersamstag fand im Gaskessel in Biel die 11. Dichterschlacht statt. Wie nicht anders zu erwarten, war das Line-up wieder großartig. Vier schweizer Slammerinnen, und zwar keine geringeren als Lara Stoll, Lisa Christ, Michèle Friedli und Amina Abdulkadir, traten an gegen vier europäische Slammer namentlich Stefan Abermann, Christian Ritter, Andy Strauß und Philipp Herold.
Zu Ehren des Osterfestes mussten unsere Gäste ihre Auftrittsreihenfolge per “Eiertütschen” entscheiden und zu Ehren unseres ebenso großartigen Publikums hat der Osterhase zehn Überraschungseier mit Getränkebons im gesamten Kessel versteckt.
Daniela Dill und ich, die wir die Freude hatten den Abend moderieren zu dürfen, fanden heraus, dass immerhin vier der Ü-Eier tatsächlich gefunden wurden – Respekt! Gute Arbeit, Herr Osterhase, die Verstecke waren also sehr gewitzt gewählt!

Aber weil der Abend vor allem wegen unseren Gästen ein voller Erfolg war, wird es hier nun Fotos von ihnen zu sehen geben und nicht von den versteckten Ü-Eiern:

Lara Stoll

Philipp Herold

Michèle Friedli

Stefan Abermann

Lisa Christ

Lisa Christ

Andy Strauß

Andy Strauß

Amina Abdulkadir

Amina Abdulkadir

Christian Ritter

Und wer hat gewonnen?

Doppelsieg!

Doppelsieg!

Moderation

Moderation

Bedanken möchte ich mich nochmal ganz herzlich bei allen Slammern und Slammerinnen des Abends und eine dicke Gratulation geht raus an unsere Doppelsieger Stefan Abermann und Andy Strauß!

Fotos: Frank Nordmann

Unter welchen Umständen sich die Chancen, im Januar ein König zu werden, extrem erhöhen können

„Mama, warum ist eigentlich nur E I N König im Dreikönigskuchen?
Ein pummeliger Junge im Grundschulalter erregt meine Aufmerksamkeit. Er steht vor dem provisorisch aufgebauten Tisch mit dem Hefegebäck in der Migros. Erwartungsvoll schaut er zu seiner Mutter hinauf, während er, bereits einen Königskuchen in der Hand, die einzelnen Teile auf die kleine Plastikfigur hin abzutasten beginnt. “Ich wette, dass du den König niemals finden wirst”, sage ich in Gedanken.
„Ja, weil es doch nur einen König geben kann“, beantwortet die Mutter die Frage ihres Sohnes und betrachtet am Nachbarregal prüfend eine Packung Aktions-Tortellini. Ganze 50% würde sie sparen, das lohnte sich schon, dazu eine gute Käsesoße, Parmesan ist auch gerade im Angebot.
„Aber warum heißt der Kuchen dann D R E I Königskuchen, hm?“ hakt der pummelige Junge nach. Ich fahre gut mit meiner Wette; er hat die viel zu schmale Plastikfigur, den Schlüssel zur Macht, noch nicht ertasten können, weshalb er seine Daumen nun noch tiefer in das Gebäck drückt.
„Weil das früher einmal drei Könige waren“, sagt die Mutter, nun damit beschäftigt, sich zwischen der Fleisch- und der Spinatfüllung zu entscheiden. „Caspar, Melchior und Balthasar, das habe ich dir aber schon mal erklärt, Nino.“ Nino legt den Kuchen resigniert zurück auf den Tisch und greift nach einem neuen. Mit dem Zeigefinger tippt er auf jedes der einzelnen Teile und schaut dabei sehr nachdenklich auf die zusammengefaltete Papierkrone, die er gerne sein Eigen nennen würde. „Das sind sieben Stücke“, sagt er schließlich an den Kuchen gewandt, „Papa, Mama und ich, wir sind zu dritt. Macht für jeden zwei Stücke und eines, das…“ Er hält kurz inne, so als würde ihm der Sachverhalt langsam zu kompliziert werden, dann fügt er, diesmal wieder an seine Mutter gerichtet, hinzu: „Du Mama, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich heute König werde, hm?“
„Nino, gib den Kuchen her, du zerdrückst ihn ja ganz. Die Wahrscheinlichkeit, dass du heute noch König wirst, beträgt gleich null. Heute wird niemand mehr König. Heute ist erst der fünfte Januar und darum gibt es Tortellini zum Abendessen. Welche magst du lieber? Die mit Fleisch oder die mit Spinat?“ Ninos Mutter hält die beiden Packungen vor sich in die Luft und schaut von einer zur anderen. Nino versteckt den Königskuchen hinter seinem Rücken.
„Aber Mami, es hat genau noch drei Kuchen. Für jeden König einen. Können wir nicht alle drei mitnehmen? Ich wäre gerne Caspar, und du? Meinst du, Papa wäre gerne Balthasar?“
„Gut, wir nehmen die mit Spinat”, ignoriert Ninos Mutter die Frage ihres Sohnes, ” Wir müssen ja nicht jeden Abend Fleisch essen.“
Nino nickt zustimmend. Hinter seinem Rücken fischt er vorsichtig die zusammengefaltete Krone aus der Kuchenverpackung und versucht sie sich unter der Jacke in die Hose zu schieben. Das sieht eine Migrosangestellte, die zuvor noch die Gürkchengläser in Reih und Glied neben den Erbsen platziert hatte. „Hey, du, Junge“, ruft sie und kommt mit großen Schritten auf Nino zugelaufen, „nimm sofort die Krone aus der Hose“ und an seine Mutter gerichtet: „Können Sie nicht auf ihren Sohn aufpassen?“
Ninos Mutter lässt die Tortellini auf den Boden fallen, geht auf ihren Jungen zu und klatscht ihm eine mit der flachen Hand. „Dass du es wagst…“, sagt sie und nimmt ihm Kuchen und Krone ab, nur um beides zurück auf den Tisch zu schleudern. Der pummelige Junge fängt an zu weinen.
Wenn zwei sich streiten,… denke ich mir, schlendere betont langsam Richtung Gebäck und lasse alle drei Königskuchen in meinen Einkaufswagen gleiten. Meine Chancen, heute noch Königin zu werden, haben sich damit auf 300% erhöht. Und das, obwohl erst der fünfte Januar ist.

ZDF Kultur Poetry Slam

Vergangenen Donnerstag, am 17.11. 2011, ging der 2. ZDF Kultur Poetry Slam über eine Bühne in Berlin-Weißensee. Es war eine tolle Veranstaltung mit einem, in meinen Augen, großartigen Lineup und einem Publikum, das es verstand, Stimmung zu machen.
Ich hatte jedenfalls viel Spaß und viele Nerven zum Verlieren.
Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei allen Menschen, die den Abend möglich gemacht haben, die aufgetreten sind, zugeschaut und mitgefiebert haben.
Wer die Sendung verpasst hat, sie aber trotzdem nachträglich gerne schauen möchte, kann das hier tun. In der Mediathek des ZDF Kultur wird die Sendung für ein Jahr archiviert werden.

Übrigens ist dort auch der 1. Poetry Slam des ZDF Kultur verfügbar, der im Frühjahr 2011 gesendet wurde. Diesen kann ich ebenso sehr empfehlen.